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Donnerstag, 23. August 2012

Rasterung 1.2

1.2 Was ist ein Raster?


Im Offsetdruck können Helligkeitsunterschiede nicht direkt wiedergegeben werden. Es gibt an einer bestimmten Stelle entweder Farbe oder keine Farbe. Mit Hilfe von einer Rasterung wir dem menschlichem Auge die Helligkeitsunterschiede vorgegaukelt.
Bei einem Schwarzweiß-Bild werden Grauwerte durch die Anzahl von "kleinen Punkten" simuliert. Diese kleinen Punkte sind in einer regelmäßigen Gitterstruktur angeordnet, dies nennt man Raster.

Die Rasterweite wird überlicherweise in Linien pro Zentimeter gemessen. Es gibt unterschiedliche Punktformen: elliptische, quadratische, rund-quadratische, rautenförmige, uvm.



Es gibt aber auch Raster mit unregelmäßigen Strukturen. Bei diesen Strukturen wird keine Rasterweite verwendet.

Üblicherweise ist die Rasterung nur ein Prozesshilfsmittel zu Erstellung einer Drucksache, selten ist es ein künstlerisches Element.

Auch für den Farbdruck wird das beschriebene Prinzip angewendet. Das Farbbild wird mit Hilfe eines Filters in Prozessauszüge zerlegt und mit Hilfe eines Rasters druckbar gemacht.

Rasterung ist die Kunst, dem menschlichen Auge mit nur drei in Vollton gedruckten Farben und Schwarz als Kontrastverstärker ein farbiges, natürliches wirkendes  Bild vorzutäuschen

Montag, 20. August 2012

Farbmodelle

Volltonfarbe


Eine Volltonfarbe (z.B Pantone-Farben) ist eine speziell vorgemischte Druckfarbe, die anstelle von oder zusätzlich zu Prozessdruckfarben verwendet wird und für die eine eigene Druckplatte in einer Druckmaschine erforderlich ist. Volltonfarben eignen sich dann, wenn nur wenige Farben verwendet werden sollen oder die Farbgenauigkeit wichtig ist. Dies kann z.B. für die Corporate Identity einer Firma von Bedeutung sein, bei der die Hausfarbe immer gleich wiedergegeben werden soll.

Farben, die sich außerhalb des Farbraums der Prozessfarben befinden, können mit Volltonfarben reproduziert werden. Auch spezielle Farben oder Farbeffekte wie Metalliceffekt, Gold, Silber, Bronze oder Neonfarben können mit Hilfe von Sonderfarben in InDesign-Projekten Anwendung finden. Sie können eine Volltondruckplatte auch verwenden, um Dokumentbereiche in Prozessfarben mit einer Lackschicht zu versehen, wodurch hochwertige Drucksachen vor dem Verschleiß geschützt oder spezielle Effekte hervorgerufen werden.

Wie die Volltonfarbe letzendlich im Ausdruck aussieht, hängt jedoch auch vom verwendeten Papier ab. Auf einem matt beschichteten Papier sieht z.B. das Pantone Rot anders aus, als auf einem glänzend beschichteten. Es empfiehlt sich, bei engen Budgets möglichst wenige Volltonfarben einzusetzen. Für jede Volltonfarbe ist eine zusätzliche Druckplatte in der Druckmaschine erforderlich, was zu höreren Druckkosten führt.

Pantone-Farben

Das Pantone Matching System besteht aus 14 Basisfarben, die in verschiedenen Farbanteilen miteinander gemischt werden, und so alle weiteren Farben des Systems ergeben. Präsentiert werden die Farben in Fächerform und in Ringbuchform oder auf drei unterschiedlichen Papiersorten gedruckt: glänzend beschichtet (coated), unbeschichtet (uncoated) und matt beschichtet (matte). In den Fächern sind zusätzlich zu den Farbfeldern weitere Farbinformationen, z.B. das Mischungsverhältnis aus den Basisfarben (die Farbrezeptur), enthalten. Für den Druck auf die verschiedenen Papiersorten wird jeweils dieselbe Farbrezeptur verwendet. So kann das Erscheinungsbild einer Farbe je nach bedruckten Papier variieren.

Lab

Der Lab-Farbraum ist ein Farbmodell, in dem alle wahrnehmbaren Farben enthalten sind. Eine der wichtigsten Eigenschaften des Lab-Farbmodells ist seine Geräteunabhängigkeit, das heißt, die Farben werden unabhängig von der Art ihrer Erzeugung und Wiedergabetechnik definiert.


Die Farbräume RGB und CMYK

Je nachdem mit welchem Ausgabemedium Sie es zu tun haben, müssen Sie den geeigneten Farbraum festlegen. Es wird grob zwischen zwei Farbmodellen unterschieden: RGB(Rot-Grün-Blau)-Modell und dem CMYK(Cyan-Magenta-Yellow-Key)-Modell.

RGB


Bei dem RGB Modell handelt es sich um ein additives Farbmodell, das bei allen selbstleuchtenden Farben Anwendung findet. Die Grundfarben sind in dem Fall Rot, Grün und Blau, aus denen, in verschiedener Intensität auf einen Punkt ausgestrahlt, die verschiedenen Farben zusammengesetzt werden. Wenn alle drei Farben mit 100&iger Intensität auf einen Punkt ausgestrahlt werden, addieren sie sich dort zu der Farbe Weiß. Monitore und Beamer arbeiten nach dem additiven Farbmodell.

 CMYK

 Bei dem CMYK-System handelt es sich um ein soganntes subtraktives Farbmodell. Diese kommen in der grafischen Industrie zum Einsatz, deshalb werden sie auch als Prozess- oder Druckfarben bezeichnet. Hier wird Licht durch die als Filter wirkende Farbstoffe subtrahiert, d.h. durch Zumischen der Einzelfarben wird Helligkeit abgebaut. Die Grundfarben des subtraktiven Farbmodelles sind Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz (K für Key - die zusätzliche Druckfarbe Schwarz). Der CMYK-Farbraum ist bedeutend kleiner als der des RGB-Modells, bestimmte leuchtende Farben sind deshalb oft nur durch zusätzliche Schmuckfarben (z.B. Volltonfarben) möglich.